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Was ist Linksextremismus?

Linksextremismus

Linksextremisten wollen die bestehende, freiheitlich demokratische Grundordnung abschaffen. Dafür soll je nach Meinungen im Einzelnen – eine sozialistische bzw., kommunistische Gesellschaft treten. Dafür bringen sie sich in gesellschaftliche Proteste ein und machen sich diese zu nutzen. Sie hetzten politisch und begehen Straftaten sowie teilweise auch schwere Gewalttaten.

Zu dem Bereich ,,Politisch motivierte Kriminalität – links’’ wurden im Jahr 2016 insgesamt 5.230 Straftaten, davon waren 1.201 Gewalttaten, mit extremistischem Hintergrund zugeordnet. Nahezu alle dieser Gewalttaten wurden von Autonomen begangen. Sie planen und verüben ihre Gewalt meist im Verborgenen – vor allem begehen sie Straftaten wie Brandstiftung oder Sachbeschädigung. Auch Gewalt gegen Personen halten siefür legitim und begründen sie als erforderliches Mittel gegen die ,, strukturelle Gewalt’’ eines Systems von ,,Zwang, Ausbeutung und Unterdrückung’’.

Linksextremismus und Rechtsextremismus im Zusammenhang

Beide sind unweigerlich miteinander verknüpft indem sie zwei radikale Abweichungen von der politischen Mitte darstellen. Zudem eint sie der Handlungsmotor ,,Extremismus’’.

Unterschiede

Linksextremismus:

  • gleiche Rechte aller Menschen
  • aggressive Taten beziehen sich meist auf Institutionen
  • Antifaschismus ist sehr wichtig

Rechtsextremismus:

  • keine rechtliche Gleichwertigkeit aller Menschen
  • Gewalt gegen Individuen gerichtet und ein Ausdruck von Hassgefühl
  • Ausländerfeindlichkeit ist sehr geprägt

Das verbittern von Rechtsextremisten wird als Herausforderung wahrgenommen. Typische Vorgehensweisen sind direkte Angriffe auf rechtsextreme Märsche. Ist dies aufgrund polizeilicher Maßnahmen nicht erreichbar, versuchen sie, die An- oder Abreise der rechtsgesinnten Teilnehmer zu verhindern. Auch werden Informationen über Treffpunkte, Geschäfte, oder andere Einrichtungen, diemit Rechtextremismus in Verbindung stehen, verbreitet. Außerdem werden Namen und Adressen von Akteuren veröffentlicht.

Geschichte des Linksextremismus

Der Linksextremismus begann in der Kommunistischen Partei Deutschlands. Zur Zeit der Weltwirtschaftskrise erklärte sie die SPD zum Hauptfeind an. Doch sie waren mehrheitlich an der Sowjetunion interessiert und der Vorsitzende galt als ,,Stalins Mann in Deutschland’’. Nach der Wiederzulassung in der Bundesrepublik widersetzte sie sich mit Unterstützung der DDR einer Anweisung des ersten Bundeskanzlers und wurde schließlich 1956 unwiderruflich durch ein Urteildes Bundesverfassungsgerichts als verfassungsfeindliche Partei verboten.

Die 1968 gegründete Deutsche Kommunistische Partei (DKP) stieg zur bedeutendsten linksextremistischen Partei auf und stellt eine Nachfolge-Organisation der KPD dar, weil sie durch ehemalige KPD-Mitglieder gestützt wurden. Sie arbeiteten mit Betrieben und Gewerkschaften. Doch durch eine Revolution verloren sie 1990 ein Großteil ihrer MItglieder.

Neben der DKP nimmt die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands(MLPD) unter den linksextremistischen Parteien einen wichtigen Platz ein.Die Partei ist finanziell durch Spenden und Mitgliedsbeiträge außerordentlich gut ausgestattet und bisdato für viele Mitglieder eine Art „Ersatz-Familie“. Innerhalb des linken Spektrums ist sie allerdings wegen ihres starrsinniges Verhalten bis auf wenige Ausnahmen weitestgehend isoliert.

Das bedeutendste linksterroristische Phänomen in Deutschland war das der Roten Armee Fraktion. Sie sorgten für eine Kaufhausbrandstiftung. Daraufhin wurde sie 1970 gegründet. Sie führten gegen den Staat und seine Repräsentanten Krieg und wollten diese Ermorden. Ihre Gewalttaten steigerten sich kontinuierlich. Diverse Anschläge sowie Mordeder RAF sind bis heute nicht aufgeklärt.

Linksextremismus heute

Heutzutage ist es nicht so schlimm wie früher. Jedoch steigt die Zahl der Straftaten zeit Jahren auch wenn sie sich, anders als rechtsextreme Gewalt, weniger gegen Menschen richtet. Doch die Polizei warnt schon, denn der Terror von der RAF hat auch mit Sachbeschädigung begonnen und später wurden Menschen ermordet. Doch heutzutage wird hauptsächlich gegen den Kapitalismus, der Globalisierung und Militäreinsätze, aber auch gegen steigende Mieten protestiert. Ihre  Anschlagsziele sind Bundeswehrfahrzeuge, ,,Bonzenautos”, und sogar Privathäuser von Politikern. In Frankreich, Großbritannien oder Griechenland hat sich bereits eine kämpferische und zerstörerische Protestszene gebildet. Davon ist Deutschland zwar noch entfernt, aber unvorstellbar ist eine ähnliche Entwicklung nicht.