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Der Fall Mollath

Der fall mollath

Das Eheleben

Zunächst einmal etwas Allgemeines zu den zwei Personen von denen der folgende Text handelt: Gustl Mollathist das Opfer eines möglichen Irrtums der Justiz. Er wurde 2006 in einen psychatrischen Maßregelvollzug eingewiesen aufgrund einiger Vergehen und festgestellter Schuldunfähigkeit. 2011 wurden dann Stimmen laut, dass Zweifel an der Schuld Mollath’s hatten. Der Prozess wurde wieder aufgenommen und 3 Jahre später wurde er nach einem Wiederaufnahmeverfahren entlassen, außerdem stellte sich heraus dass er in keiner Haftanstalt untergebracht werden müsse.

In Folge dessen gab es schwere Vorwürfe gegen die deutsche Politik, Justiz sowie Gerichtsgutachter. Zudem warf Herr Mollath einigen Mitarbeitern, unter anderem auch seiner Ehefrau Petra vor, an Schwarzgeldgeschäften beteiligt zu sein, worauf im Folgenden noch intensiver eingegangen wird. Diese Vorwürfe wurden jedoch nicht gerichtlich auf ihre Wahrheit überprüft, was viele zur Vermutung leiten ließ, dass Gustl Mollath das Opfer einer Intrige gewesen sei, die der Vertuschung der Schwarzgeldgeschäfte gedient habe. Diese These unterstützt zudem ein 2012 veröffentlichter Bericht der Bank, welcher Unregelmäßigkeiten aufwieß. Die ganze Situation regte außerdem eine Debatte über die Unterbringung in psychiatrischen Kliniken aus.  

Vor seiner Einweisung in eine Klinik und der Anzeige gegen seine Frau Petra, habe er unter den illegalen Geschäften seiner Frau gelitten und sie angefleht damit aufzuhören, als sie das jedoch nicht wollte, hat er zum Äußersten gegriffen.

Seine Version lautet folgendermaßen:

Da sich seine Lebensgefährtin das ganze nicht habe bieten lassen, meint sie, dass er sie geschlagen, getreten, gebissen und sogar weg gesperrt habe. Sie sagt ihm, dass sie durch ihre Job bei einer großen Bank gute Beziehungen hat und dafür sorgen wird dass er für verrückt erklärt und eingewiesen wird.

Darauf nimmt sie ihm den restlichen Besitz: Sein Heim, das restliche Vermögen und mehrere Oldtimer. Der ehemals reiche Mann wird eingewiesen und weiß bis zum heutigen Tag nicht wo sein Hab und Gut hingekommen ist.

Sie allerdings erzählt eine ganz andere Geschichte, wie das ganze abgelaufen sein soll:

Gustl Mollath soll sich im Lauf der 20 Jahre Ehe so verändert haben, dass sie sich schließlich von ihm trennt. So brach er sein Ingenieurstudium ab, seinen Job kündigt er und die Werkstatt die er selbst betreibt läuft schlecht. Trotzdem investiert sie in sein Geschäft.

Mit Belegen kann sie das nachweisen, sowie die monatliche Miete und Kredite die sie ihm gibt. Und während sie Karriere bei der Bank macht, muss Gustl Mollath seine Werkstatt schließen, sitzt danach angeblich nur noch auf der faulen Haut. Während der Ehe, behauptet sie, wird sie immer wieder geschlagen, versucht ihn deswegen öfter zu verlassen, schafft es aber lange nicht und kommt immer wieder zurück. Als sie es dann nach einigen Versuchen doch schafft sich eine eigene Wohnung zu nehmen, stalkt er sie regelrecht. Er ruft sie an, schickt Briefe, verfolgt sie auf Schritt und Tritt, kommt ihr und ihren Verwandten zu nah. Eines Tages, nach einem Streit von Herr Mollath und ihrem Bruder komme es sogar zu einer Schlägerei. Doch nichts davon kann sie beweisen. Jedoch zeigt sie ihn trotzdem an, um wie sie sagt “ihre Familie zu schützen”.

Am Ende sind es beide, denen geschadet wird. Petra Mollath verliert ihren Job aufgrund der Anzeigen. Sie will das verliehene Geld wieder haben und so wird das Haus zwangsversteigert.

Welcher dieser Geschichten nun wahr sein mag, hat man bis heute nicht festgestellt und wird man höchstwahrscheinlich auch nie. Auch eine Versöhnung ist nicht in Sicht, noch heute sagt er “von ihr ist nichts Gutes zu erwarten”, sie jedoch sagt, dass sie keinen Groll gegen ihn hege, da er “krank ist”

Vor Gericht

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Die Frage ob der Angeklagte Gustl Mollath zu recht in eine psychiatrische Einrichtung gekommen ist, schwebt immer noch in vielen Köpfen. Vor sieben Jahren unterstellten erfahrene Psychiater Mollath eine psychische Krankheit und das hielt auch die Jahre an. Er sei eine Gefahr für seine Umwelt. An diesen Worten hielten Fachleute fest, was auch der Grund war weshalb Gustl auch nicht freigesprochen wurde.

Am 1. November 2002 zeigte Petra Mollath ihren man wegen Körperverletzung an. Ab diesen Zeitpunkt hatte sein Kampf mit dem Gericht angefangen, erste Verhandlungen begannen dann im Jahre 2003. Dort wurde er der Reifenstecherei angeklagt. Er soll 129 Reifen beschädigt haben und dies an Stellen wo die Luft erst beim Fahren entweichen kann und man somit eine Gefahr für den ganzen Straßenverkehr darstellen kann. Die Autos sollen vor allem Personen aus Mollaths Umfeld betroffen haben.

Angeklagt dann durch seine Frau, welche ihm Freiheitsberaubung, Körperverletzung und Briefdiebstahl unterstellte, begannen dann zahlreiche Gerichtsverhandlungen. Er soll seine Frau in einem Zimmer eingesperrt haben sowie sie geschlagen und getreten haben. Zudem sind auch Briefe aus ihrer neuen Wohnung verschwunden. Wirre Briefe an Richter, Politiker und Banker führten letztendlich dazu, dass ein Antrag auf die psychische Gesundheit von Gustl gestellt werden sollte. Dieser wurde von dem Amtsrichter Alfred Huber gestellt. Sein Anliegen war nicht Mollath auf die Allgemeingefährlichkeit zu prüfen oder den Fall unterzubringen. Sein Anliegen war das nach seiner Einschätzung eine Schulunfähigkeit zur Geltung kommen könnte. Allerdings weigerte sich Mollath mit dem Psychiater Thomas Lippert zu reden. Vereinbarte Termine ignorierte er.

Darauf folgte die nächste Verhandlung. Es war der 20. April 2004. Diesmal steht Gustl Mollath einem neuem Richter entgegen. Armin Eberl. Die Angelegenheit mit den Reifen wurden diesmal noch nicht mit aufgegriffen. Jedoch meldete sich Lippert nach der Verhandlung zu Wort. Nach seinen Einschätzungen, aus seinen Beobachtungen von Mollath geschlossen, bestehe die Gefahr des Dritte aus seinem Umfeld zu Opfern werden könnten. Hierbei wurden ihm dann doch noch die Anschuldigungen der Reifenstecherei zum Verhängnis. Denn dies sei eine Tat von erhöhter Gefährlichkeit und die Forderung einer Unterbringung kam auf. Des Weiteren kamen Vorwürfe, dass Gustl seine Aggressionen nicht nur gegen seine Frau sondern auch Unbeteiligte richtete. Er selber erhob ebenfalls Anschuldigungen, welche sich gegenüber seiner Frau und deren angeblichen Schwarzmarktgeschäften richtete. Ein interner Revisionsbericht unterstützte seine Vorwürfe. Doch zu Gustls Bedauernd waren diese damals noch nicht der Öffentlichkeit oder dem Gericht bekannt. Seine nächste aber auch letzte Verhandlung fand im Landgericht Nürnberg statt. Über Vier Stunden Verhandlungsdauer führten zu seinem letztendlichen Urteil. Mit seinem Pflichtverteidiger Rechtsanwalt Thomas Dolmany aus Nürnberg sprach er nicht. Schon seit längerem verweigerte er die Zusammenarbeit mit dem Anwalt. Dieser selber erinnert sich nur noch wage an Gustl Mollaths Verhandlung. Was er aber noch wusste seien die bizarre Details über das Auftreten seines Klientens. Er soll mit einer Zahnbürste im Revers gekommen sein und lautstark aus den Büchern und Prospekten der Nürnberger Prozesse vorgelesen haben. Schon zuvor sollte von beiden Seiten um eine Trennung der Zwangsbindung gebeten worden sein. Diesem Wunsch kamen weder Richter Brixner noch Richter Erbel nach. Denn Gustl Mollath habe bereits seinem Vorherigen Anwalt das Mandat entzogen und so umging man die Gefahr, dass Mollath ohne Verteidiger antreten müsste. Am Ende gab er dem Angeklagten noch den Rat, dass er ohne Besserung noch lange den Preis seiner Freiheit zahlen müsste. Nach zweimaligem Wechsel der Einrichtung befand sich Mollath von April 2006 an im Bezirkskrankenhaus Straubing. Dort forderte er dann 2007 Prozesskostenhilfe aufgrund seiner psychischen Krankheiten und seiner paranoider Wahnsymptomatik.

In der Psychiatrie

Gustl Mollath hat 2007 in einem Brief aus dem Bezirkskrankenhaus in Staubing geschrieben, dass er an einer schweren psychischen Krankheit leidet. Derweil will er gegen seine Ex-Frau klagen und beantragt vom Staat Geld für den Prozess. Anscheinend habe sie sein ganzes Geld an sich gerissen. Die finanzielle Prozesshilfe bekommt er nicht. Jedoch kämpft er immer weiter und gibt nicht auf. Er lässt das was passiert ist nicht auf sich sitzen und will Freiheit.
Seine Ärzte finden, dass er ein schwierige Patient ist. Er weigert sich mit ihnen zu reden, lehnt jede Therapie ab und sogar bei den Sportaktionen macht er nicht mit. So will er auch keine Medikamente zu sich nehmen. Seine Begründung: „Die wollten einen Zombie aus mir machen, der sabbernd über den Gang wackelt’’. Er misstraut den Psychiatern und das Personal und Ärzte hält er für nicht qualifiziert. Er meint sie seien alle selbst psychisch krank, kriminell und ,,blöd’’.
Gustl Mollaths beschwerte sich über: die Telefonzeiten, die nächtlichen Zimmerkontrollen, nicht biologisches Essen und über schlechte Behandlung. Somit hat er versucht sich gegen das Bezirkskrankenhaus in Bayreuth zu wehren und in den vier Jahren kamen mehrere Aktenordner mit Beschwerden zusammen. Mitpatienten sagen, dass er sich gewehrt hätte aber sie damit auch genervt.

Anwälter scheiterten bei dem Versuch, Gustl Mllath aus der Klinik zu holen. Diese konnte er durch einen ehemaligen Kunst- und Teppichhändler bezahlen. Diesem ist ein ähnliches Schicksal widerfahren. auch er sollte in eine Psychiatrie untergebracht werden, da seine Frau dies in die Wege geleitet hat. Jedoch floh der Kunsthändler in die Schweiz.
Er telefonierte 20 mal mit Gustl und merkte gleich, dass in Gustls Fall etwas nicht stimmt. Jedoch scheitert der Kunsthändler dabei Mollath aus der Psychiatrie zu holen, denn der Anwalt gibt auf. Jedoch wird der Unterstützerkreis von Gustl Mollath immer größer.

Er zog viele Menschen in den – wie er es nannte- größten Schwarzgeld-Verschiebe-Skandal Deutschlands hinein. Er fand, dass sich die Kollegen, Bekannte und Verwandte seiner Frau sowie Angehörige der Justiz und Gutachter sich gegen ihn verschworen haben. Als Beweis führte er an, dass das Bezirkskrankenhaus Bayreuth ein Konto bei der Hypovereinsbank hatte. Er sieht sich immer noch bis heute als Opfer eines geheimen Plans, weil er Missstände aufgezeigt hatte.
Mit den Ärzten sprach er nicht über die angeblichen Körperverletzungen seiner Frau und den kaputt gestochenen Reifen.

Wiederum dokumentierten die Ärzte bei ihm aggressives Verhalten und ein negativ geprägtes Weltbild. Er war auch uneinsichtig seiner Wahnkrankheit gegenüber.
Gustl Mollath ließ sich nicht auf Lockerungen während seiner gesamten Zeit in der Psychiatrie ein. Anstatt einen Ausgang zu machen, arbeitete er an seiner Freilassung mit Briefen und Hilfe seines Unterstützerkreises. Er verließ den geschlossenen Bereich nur einmal und das war an seinem Geburtstag im Jahr 2011. Die Amateur-Aufnahmen mit denen er berühmt wurde, entstanden in der Kapelle vom Krankenhaus.