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Afghanistan: Konflikte und Kriege

Afghanistan

In diesem Text geht es um allgemeine Fakten über Afghanistan sowie um die Kriege wodurch das Land sehr leiden musste.

Landeskunde

Afghanistan ist mit 652.864 km ein großes Land. Es ist somit fast doppelt so groß wie Deutschland, jedoch leben dort nur ca. 33 Millionen Menschen. Davon leben 80 Prozent auf dem Land, da es nur wenige Großstädte gibt. Drei Viertel des Landes besteht aus Gebirge was nur schwer zugänglich ist.

Afghanistan ist ein Staat mit verschiedenen Völkern. Das größte Volk sind die Paschtunen, was übersetzt Afghanen heißt. Sie machen 40 Prozent der Bevölkerung aus und leben im Süden, Westen und Osten. Jedoch sind 99,9 Prozent der Bevölkerung Moslems.

Strategische Lage

Afghanistan mapAfghanistan hat 6 Nachbarländer und hat kein Zugang zum Meer, doch gerade seine geographische Lage macht die Region strategisch interessant. Dort lässt sich der Nuklear Staat Pakistan gut beobachten. Westlich von Afghanistan liegt der Ölreiche Staat Iran. Im Osten das wirtschaftlich erfolgreiche Land China. Nördlich sind mehrere Republiken mit großen Gas- und Ölvorkommen, welche durch Afghanistan an das Meer gebracht werden können.

Konflikte und Kriege

1838 stritten sich bereits die russischen und britischen Kolonialmächte um das strategisch wichtige Land, über das man einen Zugang zum Indischen Ozean, was eine wichtige Handelsroute ist, erreichen wollte. Es folgten drei blutige Kriege, die mit einer Niederlage für die Briten und 1919 mit der Unabhängigkeit für Afghanistan endeten doch es folgten weitere Kriege.

Die Sowjetunion unterstützte Ende 1979 die afghanischen Kommunisten. Durch die Entsendung sowjetischer Männer nach Afghanistan internationalisierte sich eine Auseinandersetzung. Sie wurde zu einem Krieg zwischen den Sowjets und ihren afghanischen Verbündeten auf der einen Seite und Mudschaheddin-Gruppen, die von den USA militärisch und finanziell unterstützt wurden, auf der anderen Seite. Die sowjetischen Truppen, die bis zu 100.000 Mann stark waren, scheiterten nach zehn Jahren in Afghanistan. 1989 zogen die letzten sowjetischen Soldaten ab.

Durch den Rückzug der Sowjetunion und das Ende der finanziellen Unterstützung von der USA kam es zu einer Anarchie in Afghanistan. Plünderungen und Vergewaltigungen haben zum Alltag gehört. Es herrschten furchtbare Bedingungen und dies jahrelang.

Die Taliban

Die Taliban wurde in dieser zeit gegründet. Sie waren eine Bürgerwehr, die im Norden von Mullah Omar gegründet worden ist. Erstmals sorgten sie für Ordnung unter strengen Regeln des Islams und wurden von der Bevölkerung angenommen. Doch mit der Machtübernahme von den Taliban kam es zu einer Schreckensherrschaft für das Volk. Der Kontakt mit anderen Länder wurde abgebrochen und so kam der Handel und die Wirtschaft zum Erliegen. Somit litten sie unter Hunger und Krankheiten.

Auch hatten Osama Bin Laden und seine Terrororganisation Al Qaida ihr Versteck in Afghanistan eingerichtet. Nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center am 11.September 2001 hat Amerika dazu aufgefordert, Osama Bin Laden auszuliefern. Doch die Taliban-Regierung weigerte sich und somit wurde Afghanistan erneut zum Schlachtfeld. Die USA schickten ihre Soldaten, später auch die NATO, um Afghanistan von der Herrschaft der Taliban zu befreien.

Die NATO-Kampfmission endete im Dezember 2014 in Afghanistan und die radikalislamische Taliban-Regierung ist zeit dem gestürzt. Seitdem ist in Afghanistan scheinbar eine Demokratie, jedoch wird das Land, je nach Region, praktisch von den Stammesführer oder den westlichen Truppen beherrscht.